Marktübersicht: Akku-Rasenmäher

Handgeführte Rasenmäher mit Akku-Technologie nehmen in Kommunen zu. Wir haben die wichtigsten Modelle in unserer Marktübersicht zusammengefasst.*
handgeführter Rasenmäher
Der handgeführte Rasenmäher ist in der kommunalen Grünflächenpflege unverzichtbar: Mit modernen Akku-Rasenmähern lassen sich Leistung mit Umweltfreundlichkeit kombinieren. (Foto: Keppler)

Klassischer Benzinmäher oder E-Mäher mit Akku-Technologie: Bei einer wachsenden Zahl kommunaler Bauhöfe und Grünflächenbetriebe fällt die Entscheidung zugunsten der Stromer. Mit Blick auf Leistung und Reichweite hat die akkubetriebene Technik längst gleichgezogen. Mit Blick auf den Lärm- und den Umweltschutz haben sie die Messer vorn. Entsprechend umfangreich hat sich das Angebot an akkubetriebenen Rasenmähern für den professionellen Einsatz in den vergangenen Jahren entwickelt.

Modelle mit 46 bis 53 cm Schnittbreite und Akkupacks zwischen 4 und 10 Ah sind mittlerweile Standard im Profi-Segment. Systeme mit wechselbaren Akkupacks ermöglichen dabei den Dauerbetrieb ohne Maschinenstillstand. Treiber hinter diesem Wandel ist nicht allein der Wunsch nach Emissionsfreiheit und Lärmvermeidung. Auch das Thema Wartungs- und Reparaturkosten spielt eine immer wichtigere Rolle in den Kommunen.

Akkumanagement planen

Doch der Reihe nach. In kommunalen Unternehmen, die noch nicht mit Akkutechnik unterwegs sind, wird vor einer Investition in einen akkubetriebenen Rasenmäher zunächst die Frage nach der Flächenleistung gestellt. Die hängt bei einem handgeführten Akku-Rasenmäher von mehreren Variablen ab: Dazu gehören Aspekte wie Schnittbreite, Geländestruktur, Grasdichte und natürlich die Akkukapazität.

Für alle Anforderungen: Egal ob mulchen oder sammeln, auch mit akkubetriebenen Elektromähern sind alle Optionen darstellbar. (Foto: Pellenc)

Unter optimalen Bedingungen – ebene Fläche, trockenes Gras, gleichmäßiger Bewuchs – erreichen Modelle mit 53 cm Schnittbreite und einem 10-Ah-Akku Flächenleistungen von 1.500 bis 2.000 m² pro Akkuladung. Auf kommunaltypischen Flächen mit Hindernissen, Böschungsanteilen und feuchtem Gras sinkt dieser Wert auf 800 bis 1.200 m² pro Ladung. Für den Tageseinsatz bedeutet das: Mit zwei bis drei Wechselakkus lassen sich Flächen von 3.000 bis 5.000 m² pro Gerät und Arbeitstag abdecken – vorausgesetzt, die Ladeinfrastruktur ist verfügbar. Wer größere Kommunalflächen ohne Unterbrechung bewirtschaften will, kommt um ein durchdachtes Akkumanagement nicht herum. Einige Hersteller bieten dafür Schnellladesysteme an, die einen 10-Ah-Akku in 45 bis 60 min auf Vollladung bringen. Im Vergleich dazu benötigen Standard-Ladegeräte 2 bis 4 h.

Kalkulation ohne Laborwerte

Für Dienstleister, die im Stundenlohn oder nach Fläche abrechnen, sind diese Kennzahlen entscheidend. Eine Kalkulation auf Basis reiner Herstellerangaben führt in der Praxis regelmäßig zu Unterdeckung.

Praxisorientierte Details: In Sachen Höhenverstellung müssen die Stromer keinen Vergleich scheuen. (Foto: Pellenc)

Die tatsächliche Netto-Flächenleistung liegt systembedingt unter dem Laborwert – das gilt für Akku- wie für Benzinmäher gleichermaßen, ist bei Akkugeräten aber stärker von der Ladelogistik abhängig.

Die Vorteile von Akku-Rasenmähern im kommunalen Einsatz sind klar benennbar. Geringere Lärmemissionen ermöglichen Einsätze in Früh- und Abendstunden, die mit Benzinmähern nicht oder nur eingeschränkt möglich wären. Der Wegfall von Kraftstofflogistik vereinfacht die Fahrzeugbeladung und reduziert das Unfallrisiko durch Kraftstoffhandhabung. Die Wartungsintervalle der Stromer sind darüber hinaus kürzer und kostengünstiger: kein Ölwechsel, kein Vergaserreinigung, kein Zündkerzentausch. Hersteller wie Stihl, Husqvarna, Pellenc oder Ego Power+ geben für ihre Profi-Akkumäher Wartungsintervalle an, die sich im Wesentlichen auf Messer, Luftfilter und Gehäusereinigung beziehen.

Stephan Keppler, Redaktion KommunalTechnik

Den vollständigen Artikel und die Marktübersicht finden Sie in Ausgabe 3-26 unserer Fachzeitschrift KommunalTechnik. Außerdem steht die Marktübersicht hier kostenfrei als Tabelle für KommunalTechnik-Abonnenten zur Verfügung. 

*Die Redaktion erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.