Marktübersicht: Wildkrautbürsten

Die mechanische Wildkrautbeseitigung ist effektiv. In der Marktübersicht stellen wir handgeführte Wildkrautbürsten und Anbau-Wildkrautbürsten vor.*
Erfordert erhebliche Beseitigungsanstrengungen: Gerade in urbanen Bereichen bindet die Wildkrautbeseitigung in den Sommer-monaten erhebliche Ressourcen. (Foto: Keppler)

In der Wildkrautbekämpfung ist Chemie keine Option mehr. In der Folge haben thermische und vor allem mechanische Verfahren stark an Bedeutung gewonnen. Das am meisten verbreitete mechanische Werkzeug in der Wildkrautbekämpfung ist die rotierende Bürste. Sie besteht in der Regel aus einem Stahlborsten- oder Kunststoffborsten-Rotor, der mit hoher Drehzahl über den Untergrund geführt wird und Wildkraut mechanisch aus Fugen, Ritzen und Pflasterbelägen herausreißt. Die Wirkung beruht nicht auf dem Schneiden, sondern auf dem Ausreißen und Freilegen der Wurzeln, was die Pflanzen nachhaltig schädigt. Einige Hersteller bieten auch vertikal rotierende Wildkrautbürsten an, mit denen sich größere Arbeitsbreiten realisieren lassen.  

Wirkungsvolles Konzept: In der mechanischen Wildkrautbeseitigung haben sich rotierende Bürsten mit Stahl- oder Kunststoff-borsten etabliert. (Foto: Keppler)

Borsten aus Stahl oder auch kunststoffummantelte Stahlborsten eignen sich für harte, strukturierte Untergründe wie Betonpflaster oder Naturstein, während Kunststoffborsten auf empfindlicheren Belägen schonender arbeiten. Die Lebensdauer der Borsten variiert je nach Untergrund und Einsatzintensität erheblich; bei hartem Pflaster mit stark verwurzeltem Beikraut kann der Verschleiß deutlich höher ausfallen als auf sandfugigem Kleinpflaster. Einige Hersteller bieten segmentierte Bürstenköpfe an, bei denen einzelne Segmente ausgetauscht werden können, was die Betriebskosten senkt.

Sicherer Zugang: Mit Wildkrautbürsten, die an Auslegersystemen montiert sind, lassen sich auch unzugängliche Bereiche erreichen. (Foto: Keppler)

Die Arbeitsbreiten handgeführter Geräte liegen typischerweise zwischen 35 und 70 cm, anbaugestützte Systeme für Trägerfahrzeuge erreichen Arbeitsbreiten von 60 cm bis über 2 m. Die Flächenleistung hängt stark von der Fugenstruktur und dem Verunkrautungsgrad ab; auf offenen Flächen mit geringem Beikrautbesatz sind 1.000 bis 2.500 m² pro Stunde realistisch, in stark verwachsenen Fugennetzen kann die Leistung auf unter 500 m² pro Stunde sinken. Wildkrautbürsten werden in zwei grundlegenden Konfigurationen eingesetzt: als handgeführte Geräte sowie als Anbaugeräte für die unterschiedlichsten Trägerfahrzeuge vom Geräteträger auf Raupenfahrwerk, über Kommunalfahrzeuge bis hin zu Schleppern, Baumaschinen und Geräteträgern wie dem Unimog.

Stephan Keppler, Redaktion KommunalTechnik

Den vollständigen Artikel und die Marktübersicht finden Sie in Ausgabe 5-26 unserer Fachzeitschrift KommunalTechnik. Außerdem steht die Marktübersicht hier kostenfrei als Tabelle für KommunalTechnik-Abonnenten zur Verfügung. 

*Die Redaktion erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.