Ausprobiert: MS 300 von Stihl
Sägen dieser Leistungsklasse gehören in kommunalen Bauhöfen, dem Forst, im GaLaBau und bei Brennholzwerbern zur Standardausrüstung. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Hersteller. Mit der MS 300 legt Stihl die Messlatte deutlich höher.
Die neue Säge bietet eine bessere Schnittleistung als die MS 261 und wirkt zugleich agiler als die Husqvarna 550 XP. Zusammen mit ihrem hervorragenden Handling und dem starken Leistungsgewicht setzt sie neue Maßstäbe.
Zum Vergleich: Die Husqvarna 550 XP ist vor allem als Entastungssäge bekannt. Sie beschleunigt schnell, arbeitet drehzahlorientiert und überzeugt durch ihr Handling. Die MS 261 punktet dagegen mit ihrer Vielseitigkeit und eignet sich gleichermaßen zum Fällen, Ablängen und Entasten.
Hohe Schnittleistung
Genau hier spielt die MS 300 ihre Stärken aus. Sie kombiniert die hohe Schnittleistung der MS 261 mit einer ausgeprägten Entastungscharakteristik. Möglich wird das durch ihre kompakten Abmessungen, die geringe Bauhöhe und eine sehr gute Balance.
Auch die Ergonomie überzeugt. Der leicht angewinkelte hintere Handgriff liegt angenehm in der Hand, die Säge lässt sich mühelos um den Stamm führen. Die glatte Unterseite gleitet gut über die Rinde und sammelt nur wenig Schmutz.
Beeindruckend ist die Beschleunigung. Stihl holt aus 53,2 cm³ Hubraum erstaunlich viel Leistung heraus – und das mit konventionellem Vergaser statt elektronischer Einspritzung. Gleichzeitig hält die Säge ihre Drehzahl auch unter Last stabil, zieht kraftvoll ins Holz und entwickelt viel Drehmoment. Damit eignet sie sich sowohl zum Entasten als auch zum Fällen und Ablängen. Der griffige Krallenanschlag unterstützt dabei zusätzlich.
Johannes Hädicke, Redaktion KommunalTechnik
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3-26 unserer Fachzeitschrift KommunalTechnik.