Grenzwerte zur Luftqualität erneut eingehalten

Die Maßnahmen zur Luftreinhaltung zahlen sich aus: 2025 wurden in Deutschland erneut alle Grenzwerte europäischer Luftqualitätsrichtlinien eingehalten
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Die Analyse der Messdaten 2025 im Vergleich zu den ab 2030 geltenden Grenzwerten zeigt Handlungsbedarf. (Logo: Umweltbundesamt)

Für Feinstaub ist dies bereits das achte Jahr in Folge, für Stickstoffdioxid das zweite Jahr. Die vorläufige Auswertung von rund 600 Messstationen der Bundesländer und des Umweltbundesamtes (UBA, Stand 22.01.2026) zeigt jedoch, dass die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid im Vergleich zu den Vorjahren leicht angestiegen ist.

Ab 2030 gelten zudem die strengeren Grenzwerte der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie. Der NO2-Grenzwert im Jahresmittel sinkt dann von 40 auf 20 µg/m³, der PM2,5-Grenzwert von 25 auf 10 µg/m³. Langfristig sollen die Grenzwerte vollständig an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angepasst werden.

Vergleich zu künftigen Grenzwerten

Die Analyse der Messdaten 2025 im Vergleich zu den ab 2030 geltenden Grenzwerten zeigt weiteren Handlungsbedarf: Rund 39 % der Messstationen überschreiten den NO2-Wert von 20 µg/m³, etwa 18 % liegen über dem PM2,5-Grenzwert von 10 µg/m³. Das UBA geht davon aus, dass bis 2030 fast alle Grenzwerte eingehalten werden können. Vereinzelt könnten PM2,5 und NO2 noch überschritten werden. Eine flächendeckende Einhaltung in Deutschland wird voraussichtlich bis 2035 erreicht.

Episoden hoher Feinstaubbelastung

Besonders die Monate Februar und März 2025 waren von hohen Feinstaubkonzentrationen geprägt. Ursachen waren u. a. grenzüberschreitender Schadstofftransport und winterliche Witterungsbedingungen mit geringer Durchmischung der Luft. In diesen Phasen wären die ab 2030 geltenden Informationsschwellen für PM2,5 (50 µg/m³ Tagesmittel) und PM10 (90 µg/m³) überschritten worden. Der Luftqualitätsindex (LQI) wies für viele Tage eine schlechte bis sehr schlechte Luftqualität aus. Die ungünstigen winterlichen Bedingungen führten dazu, dass die Jahresmittelwerte für PM10, PM2,5 und NO2 2025 über denen der Jahre 2023 und 2024 lagen, ohne dass dies eine Trendumkehr darstellt.

Umweltbundesamt/cca