Kostensensibel helfen
Mit dem Rollstuhl durch die Stadt. Der Bürgermeister des niedersächsischen Stadthagen, Oliver Theiß, und die Gleichstellungsbeauftragte Günes Tezcan waren 2014 einer Einladung des örtlichen Behindertenbeirates gefolgt und haben ihre Stadt aus einer neuen Perspektive erkundet. Dabei hatten sie Schwierigkeiten und Probleme direkt erlebt, statt sich diese nur anzuhören. Schon damals hatten die Schaumburger Nachrichten darüber berichtet.
Eine der Hürden für Rollstuhlfahrer, die an dem Tag besichtigt wurden, waren die Bushalteinseln an den Omnibusbahnhöfen. Diese haben hohe Bordsteine, die nicht ohne weiteres überwunden werden können. Die Mitarbeiter des städischen Bauhofes hatten nun die Idee, einen zentralen Busstieg mit einem kleinen Zusatz-Schild auszustatten. Mit diesem Schild, das je nach Bedarf "scharf geschaltet" werden kann, können Rollstuhlfahrer einem Busfahrer signalisieren, dass sie mitfahren möchten. Dieser kann sie dann an dem etwas erhöhten Busstieg, der auf Höhe der stufenlosen Niedrigflurbusse ist, mitnehmen.
Doch wie die Schaumburger Nachrichten auch berichten: Noch sind nicht alle Busse in Stadthagen niederflurig.