Gekonnt beleuchtet

Die Stadt Sehnde hat ihre komplette Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Die Umsetzung erfolgte in zwei zeitlich getrennten Abschnitten.
2021 fiel die Entscheidung, auch diese Leuchten zu ersetzen, die gesamte Straßenbeleuchtung in Sehnde auf LED umzustellen. (Foto: Carl)

Auslöser der ersten Umrüstung war eine Gesetzesnovelle, die den Austausch von Quecksilberdampflampen erforderlich machte. Statt eines 1:1-Ersatzes entschied sich die Kommune, direkt auf LED-Leuchten umzusteigen. Rund 1.500 Leuchten wurden damals modernisiert, während die verbleibenden Natriumdampflampen zunächst weiterbetrieben wurden.

2021 fiel die Entscheidung, auch diese Leuchten zu ersetzen. Ausschlaggebend waren der hohe Stromverbrauch der Natriumdampflampen, die lange Lebensdauer moderner LEDs sowie ein Förderprogramm des Bundes, das 30 % der Investitionskosten übernahm. Die Planung erfolgte gemeinsam mit einem spezialisierten Ingenieurbüro, das alle Lichtpunkte neu berechnete. Ergänzend wurde ein Dimm-Profil umgesetzt: Die Leuchten schalten sich automatisch bei Dunkelheit ein, reduzieren ihre Leistung nachts stufenweise und erhöhen sie morgens wieder. So wird der Energieverbrauch in verkehrsarmen Zeiten gesenkt.

Lichtstärke

Bei der Auslegung wurde zudem auf geringe Lichtemissionen geachtet. Die Lichtstärke ist so eingestellt, dass die Verkehrsflächen normgerecht ausgeleuchtet werden, gleichzeitig aber Insekten möglichst wenig angezogen werden. Staub- und wasserdichte Leuchten reduzieren darüber hinaus den Wartungsaufwand. Nach Abschluss der Planung wurde der Austausch der rund 1.400 Leuchten ausgeschrieben und an den regionalen Netzbetreiber vergeben, der bereits mit der Wartung der Anlagen betraut war. Die bestehende Infrastruktur konnte weiter genutzt werden, sodass der Umbau je Leuchte nur wenige Minuten dauerte.

Kosten

Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 800.000 €. Durch Förderung und reduzierte Stromkosten rechnet die Stadt mit einer Amortisationszeit von etwa sieben Jahren. Seit der ersten LED-Umrüstung im Jahr 2012 sind keine Ausfälle aufgetreten. Nach anfänglichen Anpassungen bei der Ausrichtung einzelner Leuchten gab es keine weiteren Beschwerden. Insgesamt wurde der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung um fast 60 % gesenkt.

Carmen Carl

Redaktion KommunalTechnik

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