Owschlag: Pandemieplan angepasst

Flexibilität ist das Gebot der Stunde. Der Bauhof Owschlag hat sein bisheriges Corona-Management der aktuellen Situation angepasst.
Dennis Börgmann leitet den Bauhof in Owschlag. (Foto: Schmatzler)

„Wir haben mittlerweile umgedacht und sind vom wöchentlichen Schichtwechsel nun auf ein anderes System umgestiegen“, erzählt Dennis Börgmann, Bauhofleiter in Owschlag. „Mitte März mussten wir ja recht spontan agieren und das wöchentliche Schichtwechselsystem bot sich einfach an und war schnell umzusetzen. Da nun die Grünflächenpflege und einige andere Projekte anstehen, brauchen wir mehr Manpower und haben daher nun unser Konzept umgestellt. Außerdem mussten wir aufpassen, dass einige Mitarbeiter nicht zu sehr in Minus rutschen, was ihre Arbeitsstunden angeht“, berichtet er weiter. Zur Entscheidungsfindung nutze Dennis Börgmann auch den Austausch und die Recherche in Internetforen für den Öffentlichen Sektor, wie zum Beispiel das Verwaltungs- und Beschaffernetzwerk auf www.vubn.de sowie Gespräche mit Berufskollegen aus benachbarten Gemeinden.

Zweiter Betriebsstandort errichtet
Die Idee, ein anderes Schichtmodell zu betreiben, wie z.B. vormittags und nachmittags versetzt zu arbeiten, wurde verworfen: „Dann hätten wir auch samstags arbeiten müssen, um die 39 Wochenstunden voll zu bekommen“. Stattdessen wurde nun auf dem Betriebsgelände des alarmgesicherten Klärwerks ein zweiter provisorischer Bauhofstandort errichtet und ein Teil des Bauhof-Teams agiert nun von dort aus. Die diesen Mitarbeitern zugeteilten Fahrzeuge sind ebenfalls auf dem neuen Standort untergebracht. Die Arbeitsbereiche wurden aufgeteilt, für alle Mitarbeiter gibt es einen übersichtlichen Plan, der dies darstellt.
Ein Doppelcontainer wurde kurzfristig zum Sozialraum umfunktioniert. Ebenfalls wurde hier eine kleine Werkstatt für den Bauhof-Elektriker eingerichtet. Die nötige Schwarz-Weiß Trennung war schon im Vorfeld gegeben. Geleitet wird der provisorische Betriebsstandort vom stellvertretenden Bauhofleiter aus.
Dennis Börgmann ist zufrieden mit seiner Lösung: „Wir vermeiden durch dieses Zwei-Standort-Konzept, dass sich die Teams treffen, und bleiben weiter in allen Arbeitsbereichen voll einsatzfähig. Die einzigen Einschränkungen gibt es bei Hausmeisterdiensten in Schulen und Kindertagesstätten. Dort erledigen wir nur die wichtigsten Dinge und dies außerhalb der Betreuungszeiten der Notbetreuung“.

Bürgerhilfe und Schutzmasken
Neben den normalen Bauhoftätigkeiten ist das Team auch an der Aktion „Hand in Hand für Owschlag“ beteiligt. Der Aufwand hierfür sei aber noch überschaubar. „Es gibt bisher eher wenige, die Hilfe benötigen und den Großteil erledigt unsere gemeindeeigene Mitarbeiterin im sozialen Dienst“, berichtet der Bauhofleiter. Er selbst ist zurzeit ungefähr die Hälfte seiner Arbeitszeit damit beschäftigt, sich um die Beschaffung von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln zu kümmern: „Wir erwarten auch in Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht. Es ist enorm schwierig Schutzmasken zu bekommen und die Preise steigen von Tag zu Tag.“ Die Beschaffung, Lagerung und Verteilung dieser Dinge ist schon immer Aufgabe des Bauhofes in Owschlag.
"Ein Lichtblick in der bedrückenden Corona-Situation ist, dass wir zur Zeit sehr viele posititive Rückmeldungen von den Bürgern zum Ortsbild - insbesondere zu den vielen neuangelegten farbenfrohen Beeten - bekommen. Hier kommt uns die Entscheidung der Gemeinde, eine Gärtnerin im letzten Jahr einzustellen, sehr zu Gute.", sagt Dennis Börgmann abschließend.

Mirja Schmatzler, Redaktion KommunalTechnik

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