Bauhof Burgdorf: Neubau bezogen
Wir durften uns bereits im Juli in den Gebäuden sowie auf dem Gelände umschauen und haben mit der Bauhofleitung über die Gründe des Neubaus, die Umsetzung und den Umzug gesprochen.
Bauhofleiterin Claudia Vollmert ist bereits seit mehr als 25 Jahren bei der Stadt Burgdorf angestellt und war von Anfang an am Neubauprojekt beteiligt. Seit Anfang 2025 leitet sie den Bauhof. „Unser Betrieb gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche. Zum einen in die Grünpflege der Parks und Grünanlagen sowie die Kontrolle von Spielplätzen und Bäumen. Zum anderen die Unterhaltung der Straßen, Wege und Plätze inklusive Reinigung und Winterdienst – das auf einer Gesamtfläche von 112 km2 bzw. 160 km Straßen und 182 km Feldwege“, beschreibt sie das Aufgabenspektrum und ergänzt: „Diese beiden Bereiche waren bisher räumlich und organisatorisch getrennt. Durch den Neubau haben wir sie an einem Standort zusammengeführt. Außerdem ist der Bauhof organisatorisch aus dem Tiefbau in die Inneren Dienste der Stadt Burgdorf gewechselt. Dadurch können wir Abläufe verschlanken. Zum Beispiel gehen Anfragen von Bürgern nun direkt an uns. In der Vergangenheit liefen sie in der Tiefbau-Abteilung ein, die sie dann an den Bauhof weitergeleitet hat.“ Der Personalbestand hat sich durch die Zusammenlegung der beiden Bereiche nicht verändert. Es sind weiterhin 58 Personen – davon 27 im Grünbereich tätig, 22 im Tief- und Straßenbau, zwei in der Werkstatt und sieben in der Leitung bzw. Bereichsleitung. „Wir sind nun allerdings etwas flexibler, was die Personaleinteilung betrifft. So können wir zum Beispiel in der Mähsaison, wenn es dringend ist, auch einmal einige Mitarbeitende aus der Bau-Abteilung hinzuziehen, um Spitzen zu brechen. Das war in der Vergangenheit kaum möglich“, so der stellvertretende Bauhofleiter Henrik Lienau über die Vorteile der Neustrukturierung.
Langer Prozess bis Baubeginn
Die Überlegung zu Neubau und Neustrukturierung der beiden Bauhöfe gibt es schon länger in der Stadt Burgdorf. „Bis es zur konkreten Umsetzung kam, vergingen jedoch viele Jahre. Schließlich haben wir der Politik einmal die Zustände bei einem Rundgang vor Augen geführt. Die beiden ehemaligen Standorte sowie die Altgebäude entsprachen nicht mehr dem Stand der Zeit und hätten nicht wirtschaftlich erneuert oder erweitert werden können“, ergänzt Claudia Vollmert.
Der Entschluss zum Neubau fiel 2017. Das Ausschreibungsverfahren, die Projektsteuerung, die Organisation der rechtlichen Betreuung, sowie die Vergabe an den Totaluübernehmer, der den Bau schließlich umgesetzt hat, lag von Seiten der Stadt Burgdorf im Verantwortungsbereich von Claudia Vollmert. „Bei uns gab es, als die Entscheidung zum Neubau fiel, eine Besonderheit: Unsere Abteilung für Gebäudewirtschaft, die eigentlich für ein solches Projekt zuständig wäre, war seinerzeit ausgelastet. Und so kam die Idee auf, dass der Tiefbau, in dem ich damals tätig war, entsprechend die Projektleitung übernehmen könnte“, blickt sie zurück.
In den beiden darauffolgenden Jahren erfolgte die Bedarfsermittlung und die Machbarkeitsstudie für die zur Verfügung stehenden Grundstücke gegenüber der städtischen Kläranlage.
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Björn Anders Lützen, Redaktion KommunalTechnik
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