Arbeitskleidung für Herbst und Winter
Gerade in der Kommune hat man selten die Wahl. Egal, ob das Wetter gut oder schlecht ist – bestimmte Arbeiten müssen einfach gemacht werden. Das beste Beispiel dafür ist der Winterdienst. Wer dabei in einer warmen Kabine sitzt, ist gut geschützt. Aber was tun, wenn der Streugutbehälter gefüllt oder gar in Teilbereichen von Hand geräumt werden muss? Dann hilft nur gute Arbeitsbekleidung.
Gerade im Winter sind die Sichtverhältnisse schlecht. Warnschutzkleidung nach der Norm EN 20471 ist hier auf jeden Fall empfehlenswert. Außerdem spielt beim Wetterschutz die Norm EN 343:201 eine Rolle. Ob diese oder andere zur Anwendung kommen, muss je nach Tätigkeit auf jeden Fall anhand einer Gefahrenanalyse ermittelt werden.
Behütet
Besonders viel Wärme entweicht über den Kopf. Eine Mütze aus Wolle, Mischgewebe oder Kunstfasermaterial gehört deshalb im Winter zur Standardausrüstung. Mützen sind ebenfalls in Signalfarben und mit reflektierenden Elementen erhältlich. In Bereichen, in denen ein Helm getragen werden muss, gibt es entsprechende Mützen, die daran angepasst sind. So bekommt man auch hier keine kalten Ohren. Vor Nässe kann man sich sehr gut mit einer Kapuze schützen. Bei vielen Winterjacken sind sie sogar isoliert.
Zwiebelprinzip
Am Körper hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Das heißt, dass verschiedene Lagen übereinander getragen werden, die isolieren, aber auch funktionell sind. Denn: die Feuchtigkeit, die durch Schwitzen entsteht, muss weg vom Körper. Sonst entsteht Verdunstungskälte. Ein Baumwoll-T-Shirt als unterste Schicht ist deshalb weniger geeignet. Hier haben sich Funktionsfasern oder Wolle bewährt.
Dann folgen eine oder mehrere Insolationsschichten. Die äußerste Schicht schützt dann gegen die Witterung: Wind, Regen, Schnee und Kälte. Sie sollte aus wasserabweisendem Material bestehen, besser ist eine eingearbeitete Membran. Ein Sonderfall sind Softshell-Jacken. Sie bestehen aus einem Laminat: innen weich und angenehm am Körper, dann folgt eine Membran, außen ein widerstandsfähiges Material. Sie sind Allrounder, aber gerade wenn aktiv gearbeitet wird, kann es vorkommen, dass man leicht ins Schwitzen gerät. Hierbei gibt es große Qualitätsunterschiede. Mehr und mehr kommen beheizbare Jacken und Westen auf den Markt. Sie werden über einen Akku mit der nötigen Energie versorgt. Entsprechend gilt das alles für Jacken, Overalls und Hosen.
Warme Füße
Auch bei den Socken ist auf Atmungsaktivität zu achten. Kunstfaser, Mischgewebe oder Wolle eignen sich je nach Verwendungszweck. Aber Vorsicht bei ganz dicken Socken. Wenn es im Schuh zu eng wird, friert man leicht.
Schuhe für den Winter haben meist einen hohen Schaft. Die Schnürung wird immer mehr durch das BOA-System ersetzt. Neben einem wasserabweisenden Obermaterial sorgt in vielen Fällen eine Membran für Nässeschutz bei gleichzeitiger Atmungsaktivität. Wichtig sind dicke Sohlen. Denn meist kommt die Kälte von unten. Schutzkappen aus Metall können eine Kältebrücke bilden. Bei feuchter Witterung, Schnee oder Eis steigt die Rutschgefahr. Entsprechend sollten die Sohlen gut profiliert sein. Ist es besonders rutschig, können Schneeketten eine große Hilfe sein.
Jala Sicherheitsstiefel
Laut Hersteller ist der Exalter 9998 GTX ein wasserdichter Sicherheitsstiefel mit Gore-Tex-Membran, ideal für eine nasse und mäßig kalte Wintersaison. Für noch widrigere Bedingungen hat das Unternehmen mit finnischen Wurzeln weitere Modelle im Programm. Das Obermaterial besteht hier aus stabilem Vollnarbenleder und Funktionstextil, Es soll für Halt und Schutz sorgen. Ein Innenfutter mit mittlerer Kälteisolierung hält die Füße warm und sorgt für hohen Tragekomfort. Weitere Ausstattungsmerkmale sind der BOA-Verschluss und griffige Nitrilkautschuk-Laufsohle von Vibram. Die Zehenschutzkappe besteht aus Aluminium, der Nagelschutzeinsatz ist aus weichem Textil.
Tegera Handschuhe 288
Das Modell 288 von Tegera ist ein dünner, geschmeidiger Handschuh. Weil er wind- und wasserdicht ist, eignet er sich besonders für kühle und nasse Bedingungen. Ausgestattet ist er mit einer atmungsaktiven Aquathan-Membran, was die Hände trocken halten soll.
Laut Hersteller bietet er eine gute Passform und gewährleistet ein hohes Fingerspitzengefühl bei der Handhabung kleiner Gegenstände oder Werkzeuge. Die Handflächen aus hochwertigem Vollnarben-Ziegenleder bleiben auch bei niedrigen Temperaturen weich und geschmeidig und sollen einen guten Grip bieten. Die Farbe Orange passt perfekt zur Kommunal-Branche!
Kübler Wetterlatzhosen
Die nach EN 343, Klasse 3/3/X zertifizierten Wetterlatzhosen aus der Kollektion Kübler Protectiq vereinen Sicherheit mit effektivem Wetterschutz bei Arbeiten im Freien. Als Ergänzung zu den bereits verfügbaren Protectiq-Wetterjacken stehen die Wetterlatzhose ARC1 und die Warnschutzvariante High Vis Wetterlatzhose ARC 2 zur Wahl. Beide Modelle sollen durch ihren ergonomischen Schnitt und vorgeformten Kniepartien viel Bewegungsfreiheit bieten. Für angenehme Trageigenschaften hat der Hersteller die Hosen außerdem mit längenverstellbaren, elastischen Latzträgern mit zusätzlichem Gummizug, einem weitenverstellbaren Bund und mit einer Verstellmöglichkeit der Beinweite per Reißverschluss und Druckknopf sowie einer ergonomisch positionierten, losen Meterstabtasche ausgestattet. Der Beinsaum ist zum Schutz vor Nässe mit einer Saugsperre versehen.
Die neuen Wetterlatzhosen sind wie die gesamte Kollektion Kübler Protectiq zertifiziert nach EN ISO 11611 (Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren), EN ISO 11612 (Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen), EN 1149 (Elektrostatische Eigenschaften), die EN 13034 Typ 6 (leichter Chemikalienschutz) sowie EN ISO 61482-1-2 zum Schutz gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens. Für den Schutz vor Störlichtbogen stellt Kübler abgestimmt auf die Wetterjacken das Hosenmodell ARC 1 (Kurzschlussstrom von 4 kA) und das Modell ARC 2 (Kurzschlussstrom von 7 kA) zur Verfügung. Die High Vis Wetterlatzhose erfüllt zudem die Anforderungen der EN ISO 20471, Klasse 2.
Strauss Heizkleidung
Drei neue Modelle an beheizbaren Arbeitsjacken und -westen stellt Strauss vor. Sie sollen nicht nur das Herz erwärmen, sondern vor allem den geplagten Rücken. Deshalb haben sie eine aktive Heizfunktion, die via Powerbank betrieben wird.
Die Heizleistung ist mit dem An/Aus-Taster in drei Stufen für leichte, mittlere und intensive Wärmezufuhr individuell regulierbar. Neu sind die sehr leichten Heizwesten e.s.ambition für Herren sowie die sportlich geschnittenen Heiz-Hybrid Kapuzenjacken e.s.trail für Damen. Mit der 3 in 1 Heizjacke e.s.concrete, einer Kombination aus Heiz-Innenjacke und wetterfester Außenjacke, kommt außerdem eine smarte Variante für kaltes und nasses Wetter mit ins Programm. Nach dem 3 in 1 Prinzip lassen sich Heizjacke und Wetterjacke sowohl separat als auch per Reißverschluss verbunden tragen: für flexiblen Schutz vor Kälte und Nässe.
Zusammen mit der beliebten e.s. Heizweste climafoam bietet Strauss aktuell vier beheizbare Modelle für die Arbeitswelt. Das Heizsystem der Strauss Heatwear funktioniert überall gleich: Flexible Heizzonen im Innern der Kleidung sind an Schulter-/Nacken- und Nierenpartie positioniert und verteilen die Wärme gleichmäßig im gesamten Body-Bereich. Per Powerbank-Betrieb heizen die smarten Panels in der gewählten Wärmestufe direkt und schnell auf. Bis zu acht Stunden, je nach gewählter Stufe, reicht nach Herstellerangaben die Heizleistung. Eine leistungsstarke, kompakte Powerbank kann mitbestellt werden.
jh