Starkregenvorsorge in der Kommune

Starkregen- und Hochwassermanagement sind die kommunalen Herausforderungen der Gegenwart und nahen Zukunft, auch für kleine Kommunen. Was gehört dazu?
Auch kleinere Kommunen sollten sich zeitnah mit dem Thema Starkregenvorsorge auseinander setzen. (Foto: Animaflora PicsStock - stock.adobe.com)

Seit der Flutkatastrophe im Sommer 2021 sollte allen klar sein, wie gefährlich Starkregen werden kann. Damals hatten Starkregenereignisse im Ahrtal sowie weiteren Regionen Deutschlands zu starken Überschwemmungen und Zerstörungen geführt. Solche Ereignisse können immer wieder auftreten – auch abseits von großen Gewässern. Wissenschaftler prognostizieren, dass in Zukunft Wetterextreme und Starkregenereignisse noch weiter zunehmen könnten. Es gibt kaum eine Region in Deutschland, die vor Starkregen und urbanen Sturzfluten sicher ist.

Versäumnisse und Defizite in Kommunen

Dass Deutschland beim effektiven Schutz vor Unwetter-Katastrophen erhebliche Defizite hat, folgerte die Technische Universität Kaiserslautern bereits im Frühjahr 2022 aus ihrer Unwetter-Studie „Starkregen und urbane Sturzfluten – Agenda 2030“. In der Untersuchung hatten Wissenschaftler aus Kaiserslautern in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr in München Risiken, Gefahren und Ursachen sowie effektive Schutzmaßnahmen untersucht. Bund und Länder seien hier in der Pflicht – vor allem aber auch die Kommunen. Hinsichtlich effektiven Starkregenschutzes sehen die Wissenschaftler insbesondere bei Landkreisen, Städten und Gemeinden massive Versäumnisse:

„Die meisten – vor allem kleinere – Kommunen blenden die Gefahren, die hinter dem wachsenden Starkregen-Risiko stecken, einfach aus. Das ist fahrlässig“,

sagte Prof. Theo Schmitt von der TU Kaiserslautern, als er im Mai 2022 die Studie auf der IFAT in München vorstellte. Dahinter stecke oftmals neben knappen personellen und finanziellen Ressourcen schlichtweg auch die fehlende Expertise der Verantwortlichen in diesem Bereich. Insbesondere die Verantwortlichen in kleineren Kommunen fühlen sich hierbei oftmals alleine gelassen und haben nicht die nötige Fachkompetenz. 

Systematisch vorgehen

Um Starkregenereignissen erfolgreich vorgreifen zu können, sollte systematisch vorgegangen werden. Vor allen anderen Aktionen sollte die Erstellung von Gefahren- und Risikokarten – eine systematische Analyse der örtlichen Gefahrenlage – stehen. Hier sollte Straße für Straße – bis aufs einzelne Haus genau – die Überflutungsgefahr eingetragen werden. Die Risikokarten sind die Basis für ein erfolgreiches Starkregenwasser-Management. Im Anschluss die Bebauung und Anlage von Straßen und Plätzen„wassersensibel“ geplant werden. Dazu gehört u.a. das Transportieren, Reinigen, Speichern und Ableiten von Regenwasser.

Wie das weitere Vorgehen aussieht, erklärt Starkregenexperte Christian Feichtig im KommunalBiz Webinar „Starkregenvorsorge in der Kommune“ am 14.03.2024:

  • Gefahrenstellen bei Starkregenereignissen – Erstellung von Starkregengefahren- und Risikokarten
  • Lösungsorientierte Ansätze zur Verbesserung der Starkregenvorsorge
  • Info- und Beratungstools
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit

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