Getestet: MAN TGE

Wir wollten wissen, ob der MAN TGE sich für den Einsatz auf kommunalen Baubetriebshöfen eignet und waren mit dem Pritschentransporter auf Testfahrt im Winterdiensteinsatz im Münchner Umland.
Kraftvolle Optik: Der Löwe auf dem Kühlgrill macht den Anspruch der TGE-Baureihe deutlich.

Die Mitarbeiter zu den jeweiligen Einsatzorten bringen, die verschiedensten Materialien und Werkzeuge zu den Baustellen transportieren, Winterdiensteinsätze fahren und notfalls auch mal den Bürgermeister zu einem Außentermin chauffieren: Leichte Nutzfahrzeuge sollten flexibel nutzbar sein. Das gilt ganz besonders, wenn sie orange lackiert und für einen kommunalen Bauhof unterwegs sind. Hier ist Vielseitigkeit eines der zentralen Investitionskriterien! Aber nicht das alleinige: Ein leichtes Nutzfahrzeug sollte angesichts knapper Finanzen auch mit Blick auf Themen wie Betriebskosten und die Nutzungsdauer entsprechendes Potenzial mitbringen, um Bauhofleiter, Mitarbeiter und natürlich auch die Kämmerer gleichermaßen zu überzeugen.

Relativ neu in dem Segment der leichten Nutzfahrzeuge hat sich MAN positioniert. Der Münchner Lastwagenhersteller ist in erster Linie für seine mittelschweren und schweren Nutzfahrzeuge bekannt. Vor zwei Jahren wurde das Produktportfolio der Marke mit der TGE-Baureihe nach unten abgerundet. Ähnlichkeiten mit dem Crafter von VW Nutzfahrzeuge sind übrigens nicht zufällig. Der Crafter wie auch der TGE laufen vom gleichen Band eines hochmodernen Automobilwerks im polnischen Wrzesnia, nur das statt des VW-Emblems der Löwe auf dem Kühlgrill platziert ist. Von dort kommen nur die klassischen Kastenwagen und Pritschen- und Kippervarianten. Letztere bilden die Basis für die Winterdiensttechnik von Aebi Schmid, die zu den MAN-geprüften Auf- und Ausbauten zählt.

Für die Feuchtsalzausbringung konzipiert: Die kleine Stratos Baureihe von Schmidt eignet sich für den Aufbau auf Transportern mit Pritsche, Pickups oder Schmalspurfahrzeugen.

Streuaufbau ab Werk

Die KommunalTechnik-Redaktion hatte jetzt Gelegenheit, sich hinter das Lenkrad dieses Kommunaltransporters zu setzen. Unser Testfahrzeug, mit dem wir an einem kalten und nebligen Morgen ins Münchner Umland starten, ist ein MAN TGE 5.180 mit einem Radstand von 3640 mm und einem zulässigen Gesamtgewicht von 5 t. Eine Variante, die immerhin noch eine Nutzlast von knapp 2,9 t schultern kann. Gerade im Winterdiensteinsatz sind das die notwendigen Nutzlastreserve, um den Aufbau selbst als auch Streumittel und Sole zu transportieren. Allein der im Zuge unserer Testfahrt nicht montierte Schneepflug schlägt mit rund 266 kg zu Buche. Dazu kommen die Anbauplatte und die Hydraulik.

Auf der Ladefläche des Kippaufbaus war eine Schmidt-Streumaschine vom Typ „Stratos B08L-24“ festgezurrt. Eine Maschine, die mit ihren kompakten Dimensionen speziell für kommunale Bauhöfe konzipiert wurde. Sie verfügt über ein Behältervolumen von 0,8 m³ sowie einen 350 l fassenden Solotank. Ein Bandfördersystem bringt das Streumaterial zum Verteilersystem am Heck des Fahrzeuges. Das wird von Hand hoch- bzw. heruntergeklappt und in der jeweiligen Position fixiert. Der Streuteller verteilt das Streugut auf einer individuell einstellbaren Breite von 2 – 6 m. Der Antrieb des Streusystems erfolgt über das Schmidt-Hydrauliksystem.

Gesteuert wird die Streumaschine über das EP-Bedienpult in der Kabine des TGE. Das Bedienpult befindet sich zwischen Fahrer und Beifahrer und ist von seiner Übersichtlichkeit und der Bedienführung vorbildlich. Selbst auf den ersten Streueinsätzen des Jahres wird der Fahrer aufgrund der intuitiven Bedienung keine Probleme haben, die Maschine auf die jeweiligen Gegebenheiten einzustellen.

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Text und Fotos: Stephan Keppler, Redaktion KommunalTechnik

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der KommunalTechnik Ausgabe 1/2020. Dort erfahren Sie, wie wir den MAN TGE bezüglich Motorisierung, Komfort und Interieur einschätzen und wie unser Fazit zu diesem Fahrzeug ausfällt.