Ausprobiert: agria Mähraupe 9500

Wir sind mit der ferngesteuerten Mähraupe agria 9500 bis in den Grenzbereich gegangen und berichten von unseren Erfahrungen.

Bei den ferngesteuerten Mähraupen gibt es grob gesagt zwei Typen: universell einsetzbare Geräteträger, bei denen sich die Anbaugeräte in der Front befinden. Der Antrieb erfolgt meist über einen Dieselmotor und eine Hydraulik. Die Leistung liegt in der Regel bei 40 bis 50 PS, teilweise geht sie sogar bis 80 PS hoch. Im Mäheinsatz wird mit Schlegelmulchern gearbeitet. Systembedingt gibt es aber einen Nachteil. Es kann nur in eine Richtung gearbeitet werden. Sprich: vor jeder neuen Bahn muss umgedreht werden, was je nach Gelände bei Maschinen mit einem Gewicht von um die 1.000 kg Schaden an der Grasnarbe verursachen kann. Zusätzlich ist jeder Wendevorgang unproduktive Zeit. 

Ganz anders ist das bei den Geräten mit Sichelmulcher und Zwischenachsmähwerk. Agria gehört mit der 9500 aus eigener Produktion zu den Pionieren dieser Maschinenkategorie. Mit seinem 16,2 PS starken Zweizylinder-Benzinmotor von Briggs&Stratton und einer Schnittbreite von 70 cm, bewegt sie sich natürlich in völlig anderen Sphären, als die oben genannten Geräteträger. Aber trotzdem sollte man sie keinesfalls unterschätzen. 

Hohe Effizienz 

Die Motorleistung reicht nämlich für Hochgras und sogar für bis zu Daumen-dickes Gestrüpp völlig aus. Nur mit höherem, verholztem Aufwuchs bekommt der Mäher dann Schwierigkeiten. Vor allem deshalb, weil ihm Gewicht und damit Traktion zum Umdrücken fehlt. Aber sonst, waren wir wirklich erstaunt, was die Raupe so alles packt. Der Sichelmulcher liefert ein sauberes Arbeitsergebnis ab. Das Schnittbild ist gut, der Aufschluss des Mähgutes ordentlich. Er eignet sich auch für intensiver gepflegte Flächen. Die Schnitthöhe kann zwischen 30 und 130 mm per Fernbedienung verstellt werden. Dabei wird der gesamte Oberwagen mittels elektrischer Linearmotoren angehoben. Warum elektrisch? Dazu später. 

Der Hauptvorteil der Agria 9500 sind ihre kompakten Baumaße. Sie ist dadurch unheimlich wendig. Vor allem im kupierten Gelände. So kommt sie in Ecken und Senken, die man mit anderen Produkten nur schlecht oder mit viel Rangiererei erreicht. Selbstverständlich dreht die Raupe auf der Stelle. Zusätzlich hat die Maschine einen niedrigen Schwerpunkt und ist gut ausbalanciert. Beim Fahren am Querhang ist es fast unmöglich, den Mäher umzuwerfen, eher rutscht er ab. In der Falllinie bäumt er sich bergauf kaum auf, bergab ist etwas mehr Vorsicht geboten. Aber auch hier: die Gefahr eines Längsüberschlags ist gering. Wir sind mit der Agria 9500 in Gelände unterwegs gewesen, das bisher weder eine andere Raupe noch ein Einachser bewältigt hat. Teilweise mit Herzklopfen und so einigen Schreckmomenten, aber letztlich immer ohne Unfall. Die Grenzen setzt meist nur die Traktion des Raupenlaufwerks. 
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Text und Fotos: Johannes Hädicke, Redaktion KommunalTechnik

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